Die Vorgeschichte

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Willkommen im ersten Blog-Beitrag unserer Seite! Bitte entschuldigt, dass dieser Beitrag ein bisschen länger geworden ist. Die nächsten werden kürzer, versprochen. Viel Spaß beim lesen!

Es war Sommer 2017. Bereits seit langem war uns klar, dass wir einen eigenen Bus haben wollen und die Entscheidung zur Anschaffung war getroffen. Die Suche war nicht einfach und zog sich bereits über ein Jahr, besonders da gute Busse in Österreich ohne Kontakte schwer zu finden sind. Außerdem unterbrachen wir die Suche nach einem T1 zwischenzeitlich, da eventuelle andere finanzielle Einflüsse den Kauf verhindern bzw. verschieben hätten können.

Nachdem das Angebot in Österreich ziemlich bescheiden war, und wir schon einige Rückschlägen wie etwa diverse Absagen erhielten, erweiterten wir die Suche ins Ausland. Über die üblichen Online-Marktplätze und über andere Netzwerke, wie etwa BugBus.net, thesamba.com, diverse Händler-Webseiten aber auch Facebook.

Erschwerend hinzu kam, dass sich Sascha mittlerweile festgelegt hatte, dass es nicht nur ein VW T1 sein soll. Nein, es sollte ein Bus – Baujahr Mai 1967 (ebenfalls sein Geburtsmonat) sein, der 13 Fenster samt Mitteldurchstieg aufweist und im idealsten Fall eine originale seeblaue Lackierung aufweist.

Es musste kein perfekt restaurierter Bus sein, denn das hätte ohnehin nur das Budget gesprengt. Sascha wollte ein Fahrzeug, an dem er selber noch etwas schrauben kann. Den vielen Kriterien entsprechend verlief die Suche nicht gerade einfach. Dennoch ergaben sich immer wieder interessante Möglichkeiten.

Dieser Bus ist nur ca. 500 Fahrgestellnummer jünger als Eve.

Im Oktober 2017 wurde es dann ernst und wir harrten wieder mal in den Startlöchern zu einer Besichtigung. Der Bus entsprach bis auf ein paar eher unwesentliche Ausnahmen genau den Anforderungen und lag eine Spur über dem Budget. Diesmal sollte die Fahrt in die Niederlande gehen, nach Hengelo (1050 km entfernt). Also starteten wir Samstag um 9 Uhr in der Früh und kamen so gegen 20 Uhr in Holland an.  Am Sonntag morgen wurde der Bus dann besichtigt und Probe gefahren, bevor wir wieder die Heimreise antraten und um 22 Uhr wieder in Wien ankamen.

Während der Heimfahrt und den darauffolgenden Tagen hatten wir sehr viel Zeit über die Kaufentscheidung nachzudenken. Die Augen meines Vaters leuchteten immer noch vor Begeisterung, während ich zwar auch begeistert aber aufgrund des Zustandes und des hohen Preises sehr skeptisch war. Ein paar Tage vergingen und wir entschlossen uns den Bus abzulehnen.

Einen Tag später war eine Nachricht in unserem Postfach. Ein anderer holländischer Verkäufer, der uns wenige Wochen vorher abgesagt hatte weil er meinte den Bus doch behalten zu wollen, meldete sich wieder. Er war im selben Jahr ebenfalls auf der Suche nach einem Bus gewesen. Im Idealfall sollte es ein 21 Fenster Samba sein. Doch da damals sein Deal mit dem Traumauto ebenfalls nicht zustande kam, entschied er sich für die Alternative: einen 13 Fenster Deluxe Bus mit Mitteldurchstieg. Es war Eve. Nun stand sie wieder zum Verkauf, da sich wieder ein Chance auf einen Samba aufgetan hatte.

Wir kannten Eve bereits. Denn der ehemalige Besitzer aus Kalifornien hatte eine eigene Fanseite für seinen Bus auf Facebook und bot ihn immer wieder zum Verkauf an. So auch im November 2016. Damals sah ich die Verkaufsanzeige, doch war das wären einer sehr enttäuschenden Phase – als wir unsere T1-Suche aufgrund unsicherer Begebenheiten kurzfristig wieder einstellen mussten. Deshalb zeigte ich die Anzeige meinem Vater nicht und der Bus geriet in Vergessenheit. Im Sommer 2017 erkannte ich den Bus dann wieder und so fuhren wir nur eine Woche nach unserem ersten Road-Trip in die Niederlande wieder nach Amsterdam. Diesmal fuhren wir sogar eine Stunde länger, doch das war es wert.

Nicht nur Eve machte einen sehr guten Eindruck, auch der Verkäufer war unheimlich sympathisch! Es lief bestens. Besichtigung, Probefahrt, Erzählungen – alles deckte sich mit unseren Informationen von der Facebook-Seite. (Anmerkung: Der Verkäufer in Holland wusste nicht, dass wir den Bus von Facebook kannten.)

Der Vorbesitzer aus Kalifornien besaß den Bus seit 27 Jahren, postete seit 2011 auf Facebook regelmäßig Fotos und Videos mit und über Eve. Uns wurde erzählt, dass die Frau dieses Mannes ihn noch nie weinen gesehen hat – bis auf den Moment in dem er seinen geliebten VW Bus davon fahren sah.

Der Verkäufer aus Holland glaubte es kaum, dass wir nun das zweite Wochenende so weite Wege auf uns nahmen, nur um einen Bus zu besichtigen. Schließlich hätte man die Besichtigungen der beiden Busse ja verbinden können, hätte er sich nur ein paar Tage früher gemeldet. Spaßhalber lud er uns für das darauf folgende Wochenende noch zum Essen ein. Wir lehnten dankend ab und machten den Deal um Eve, den VW Bus Deluxe von 1967, perfekt.

Mehr zu dem Zustand, in dem wir Eve kauften erfahrt ihr im nächsten Blog-Beitrag. Dieser hier ist ohnehin schon sehr lange ausgefallen – immerhin ist er auch der erste – aber ich bemühe mich demnächst weniger zu schreiben!

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